Monatsarchiv: Februar 2010

Am Rande von Schmutzlachen

Wer Feridun Zaimoglus Interviews kennt, wird sich nicht weiter über spritzige Bemerkungen wundern, wie

Warum halten sich bemerkenswert viele Damen und Herren in der Literaturkritik so gerne am Rande der Schmutzlache auf, in der das Fräulein der Saison badet?

Das Fräulein der Saison ist Helene Hegemann. Die 17-Jährige, die im Moment als neues Wunderkind des Literaturbetriebs abgefeiert wird. Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, darüber lasse ich mich an dieser Stelle nicht aus, da ich nicht vorhabe Axolotl Roadkill zu lesen. Weiterlesen

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Stell dir vor, alle wollen ein Schauspielhaus retten und keiner geht hin …

Ich war heute in unserem Schauspielhaus in Köln. Das akut vom Abriss und einem irrsinnigen Bauvorhaben bedrohte Haus beschäftigt derzeit viele Kölner Gemüter. Alle wollen das Schauspielhaus gerettet sehen. Merkwürdigerweise waren die Retter aber gar nicht da. Die Iphigenie wurde vor einem halbleeren Saal aufgeführt – neben uns in der ersten Reihe (!) waren drei Plätze frei, die aber beim Vorverkauf nicht mehr zur Verfügung standen. Hinter uns: viel  Leere. Das Stück läuft wahrscheinlich schon eine Weile, aber trotzdem … Weiterlesen

Handybilder

Ich habe es tatsächlich geschafft, eine Bluetoothverbindung zwischen meinem Rechner und meinem Mobiltelefon herzustellen. Beide Geräte brauchten viel gutes Zureden und irgendwann den richtigen Haken bei den Bluetootheinstellungen, aber nach gefühlten drei Stunden hatte ich sie so weit. Ein Bild nach dem anderen ließ sich vom Handy auf den Rechner übertragen. Ich wusste sofort wieder, warum ich die Handykamera so gut wie nie benutze.

Als der 1. FC Köln vorletzte Saison wieder einmal in die Bundesliga aufstieg, Weiterlesen

Wenn ich einmal reich wäre …

… widewidewidewidewidewidewidewam
alle Tage wär ich widewam, wäre ich ein reicher Mann.

Brauchte nicht zur Arbeit… wide……..wam
alle Tage wär ich widewam, digedigedei oh didlmann.
Ich bau den Leuten dann ein Haus vor die Nase
hier in der Mitte uns´rer Stadt.
Mit festem Dach und Türen aus geschnitztem Holz.
Da führt ne lange, breite Treppe hinauf
und eine noch längere führt hinab.
Ja, so ein Haus, das wär mein ganzer Stolz.

Im Musical Anatevka träumt Tevje davon, was wäre, wenn er einmal reich wäre. Nachdem wir das Krisenjahr 2009 hinter uns haben, der Winterschlussverkauf auch gerade vorbei ist und der Frühling naht, wird es auch für uns Zeit, zu träumen:

Was wäre, wenn ich einmal richtig reich wäre?

Ein paar Anregungen habe ich schon mal gesammelt:

O-Ton-Collage-Reichsein

Und was würdest du machen, wenn du so richtig reich wärst?

Frauen kritisieren anders?

Leider konnte ich gestern nicht mehr live verfolgen, wer schon mal kein Star für Oslo sein wird. Eine dringende rituelle Zeremonie zur endgültigen Vertreibung der bösen Wintergeister ging vor. Immerhin die ersten paar Kandidaten und die Urteile der Jury darüber konnte ich verfolgen. Weiterlesen

War es der Gärtner?

Kennt jemand einen Krimi, bei dem tatsächlich der Gärtner der Mörder war? Ich nicht. Gestern erzählte mir ein Bekannter, wie er, ein Landschaftsarchitekt, einen Krimifreund mit einem Krimi beschenken wollte, bei dem tatsächlich der Gärtner der Mörder ist. Stil, Autor, Plotline, Alter – alles egal. Hauptsache, der Gärtner war’s. Mit dieser Bitte betrat er einen Krimibuchladen. Und es passierte, was passieren musste: der Buchhändler begegnete ihm mit Ratlosigkeit. Nein, er kenne auch bei genauerem Nachdenken keinen Krimi, wo es wirklich der Gärtner war.

Einen Krimi, bei dem es zwar auch nicht der Gärtner war (es stand gar kein Gärtner zur Verfügung), die Lösung aber mindestens so naheliegend, habe ich selbst am Wochenende erlebt. Weiterlesen